Frozen Shoulder

3. Aug. 2026 | Fachbeiträge, Gesundheit

Die Frozen Shoulder (Schultersteife) ist ein schmerzhaftes und oft langwieriges Krankheitsbild der Schulter, das meist ohne klaren Auslöser beginnt. Typisch sind zunehmende Schmerzen – vor allem nachts – und eine rasch fortschreitende Bewegungseinschränkung, bei der zu Beginn besonders die Außenrotation betroffen ist.

Ursache ist eine Entzündung der Gelenkkapsel, die sich verdickt, vernarbt und zusammenzieht, wodurch das Gelenk an Beweglichkeit verliert. Die Erkrankung verläuft meist in drei Phasen: einer schmerzhaften Anfangsphase („Freezing“), einer Phase ausgeprägter Steife („Frozen“) und einer langsamen Erholungsphase („Thawing“), die sich über Monate bis Jahre erstrecken kann.

Frauen sowie Menschen mit Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen sind häufiger betroffen. Die Diagnose wird primär klinisch über Anamnese und Bewegungsprüfung gestellt; bildgebende Verfahren dienen vor allem dem Ausschluss anderer Ursachen.

Zentrale Bestandteile der Behandlung sind Aufklärung, Geduld und eine phasengerechte Physiotherapie, bei Bedarf ergänzt durch medizinische Maßnahmen wie Kortisoninjektionen. Nationale und internationale Leitlinien sind sich einig: Eine aktive, begleitende Therapie ist sinnvoll und oft entscheidend für den Verlauf.

Quelle:
physio.de, Frozen Shoulder – Eine Übersicht aus dem American Journal of Medicine (31.03.2026)

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